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Die Kunst, eine Rede zu halten

Viktoria Zechner & Prof. Cede (c) 2022 BG/BRG Knittelfeld

Viktoria Zechner & Prof. Cede (c) 2022 BG/BRG Knittelfeld

Eine Rede zu halten, ist schon nicht einfach, eine gute Rede zu formulieren umso schwieriger. Nicht umsonst wird die Rhetorik als Kunstform bezeichnet. – Es ist das Talent, mit sprachlichen Stilmitteln seiner Meinung Ausdruck zu verleihen.

Zu zeigen, dass man dies beherrscht, ist der Sinn eines Redewettbewerbs. Addiert man dazu die Vielfalt der Sprachen in Österreich und motivierte SchülerInnen, sind wir bei „Sag´s multi“.

Landesweit haben sich RednerInnen durch zwei Vorrunden gekämpft, um am Finaltag live im ORF Landesstudio Steiermark mit einer weiteren zweisprachigen Rede zum Leitthema „Wer ist Wir?“ anzutreten. Von Arabisch bis Englisch waren alle Fremdsprachen vertreten und die SchülerInnen haben so ganz Österreich nicht nur bewiesen, wie viel sie zu sagen haben und was sie verändern möchten, sondern auch wie sprachbegabt sie sind.

Eine dieser motivierten SchülerInnen ist Viktoria Zechner aus der 6A-Klasse. Mit ihrer Rede „Meine Rechte, deine Rechte, unsere Zukunft“ hat sie gezeigt, dass sie sich sowohl in Deutsch als auch in Englisch sprachlich eloquent auszudrücken vermag und uns gleichzeitig vermittelt, wie viele Ideen Jugendliche haben und dass wir öfter auf sie hören sollten.

Viktoria, wir sind sehr stolz auf deine Leistung und ich persönlich bewundere außerdem deinen Mut, live im Fernsehen eine Rede zu halten. Die vielen Stunden an Arbeit haben sich auf alle Fälle gelohnt, denn diese Erfahrung kann dir niemand mehr nehmen. Das gesamte Gymnasium Knittelfeld gratuliert zu diesem hervorragenden Auftritt.

Und vielleicht, ja vielleicht, ist dieser Bericht nicht der letzter seiner Art, denn im Juni wird es noch einmal spannend – da ist Daumendrücken für die Kür der SiegerInnen im Wiener Rathaus angesagt. Und vielleicht…Viktoria, Chancen hättest du auf alle Fälle und verdient sowieso.

Prof.in Mag.a Kerstin Balog

Sag´s multi - live im ORF

Als ich im März erfuhr, dass ich mich nach zwei nervenaufreibenden Vorrunden für die Finalrunde von dem Redewettbewerb „Sag’s Multi“ qualifiziert hatte, konnte ich es zuerst gar nicht glauben. Nachdem der erste Schock verdaut war, realisierte ich sehr schnell, dass ich noch eine Rede schreiben und einüben musste. Trotzdem ließ ich mich nicht entmutigen, denn ich hatte die einmalige Chance, meine Gedanken und Anliegen bestenfalls sogar österreichweit zu verbreiten.

Schließlich war es am Freitag, dem 22. April, endlich so weit. Ich fuhr mit meiner Familie und einer großen Menge an mentaler Unterstützung aus der Heimat nach Graz zum ORF, in das Landesstudio Steiermark. Die Aufregung war groß, die zum Zerreißen angespannten Nerven meinerseits und meines Umfelds deutlich spürbar. Meine Familie, Prof. Cede und ich nahmen im Studio Platz und lauschten gespannt den sehr interessanten Reden meiner Mitstreiterinnen. Jede Minute, die verging, machte mich unruhiger. Kurz bevor ich an die Reihe kam, überlegte ich eine Sekunde lang, ob ich einfach aufstehen und gehen sollte, denn meine Nervosität war nicht mehr zu ertragen. Trotzdem blieb ich sitzen und ging nach vorne ans Rednerpult. Mein erster Satz war noch etwas unsicher, da ich kurz von der Situation überfordert war, aber mit jedem Wort wurde ich sicherer und am Schluss hatte ich sogar etwas Spaß dabei. Als ich fertig war, merkte ich, wie die ganze Anspannung der letzten Zeit von mir abfiel und ich war sehr glücklich, dass ich es so weit geschafft und letztendlich auch wirklich gemacht hatte. Nachdem der offizielle Teil und somit auch die Live-Übertragung beendet war, bekamen wir alle Urkunden und ich wechselte ein paar kurze Worte mit meinen Mitstreiterinnen. Wir waren alle begeistert von den Leistungen der anderen und fasziniert von der Bandbreite an Themen, die an diesem Tag aufgezeigt worden war.

Kurz danach verließen wir das Studio und ich warf einen ersten Blick auf mein Handy. Ich wurde überwältigt von der Anzahl an positiven Nachrichten, die ich erhalten hatte. Nachdem ich alles gelesen und vielleicht auch ein oder zwei Tränen vergossen hatte, verließen wir das ORF-Studio und mein Auftritt war offiziell vorbei.

Alles in allem war es eine sehr intensive, emotionale, nervenzerreißende, aber auch schöne und aufregende Erfahrung. Ich bin sehr froh, dass ich diese machen durfte und danke vor allem meinen Freundinnen und Freunden, die mich ununterbrochen und tatkräftig unterstützt und mir gut zugesprochen haben. Ganz besonderer Dank gilt Frau Prof. Cede und Frau Prof. Balog dafür, dass sie mir fachlich, aber auch emotional mit Rat und Tat zur Seite standen.

Viktoria Zechner, 6A

 

Hier finden Sie den Beitrag in der ORF-TVthek zum Nachschauen:

https://tvthek.orf.at/profile/SAGS-MULTI/13892751/SAGS-MULTI-aus-dem-Landesstudio-Steiermark/14132810/Viktoria-Zechner-BG-BRG-Knittelfeld-Englisch/15150992?fbclid=IwAR0L3FGsa4_VpC0ee4y4qrxSFzP20ksAMwTFud21YcxdaXZvxlxu5oOiwec